In Istanbul hat sich ein Terroranschlag ereignet. Vor einem Polizeirevier im Viertel Yenibosna ereignete sich eine Explosion, bei der mindestens 10 Menschen verletzt wurden. Notärzte sind im Einsatz und haben die Verletzten in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Gegend um das Polizeirevier wurde aus Angst vor einer weiteren Bombe evakuiert, Nebenstraßen sind für den Verkehr gesperrt.

Laut Vasip Şahin, dem Gouverneur von Istanbul, war die Bombe auf ein Motorrad montiert worden, das in der Fatih-Straße in der Nachbarschaft Bahçelievler im europäischen Teil der Stadt explodierte. Augenzeugen berichten davon, dass daraufhin Schüsse gefallen sein sollen. Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur İhlas (İHA) schreibt, dass rund um den Anschlagsort Scheiben gesplittert sein sollen. Über den oder die Attentäter oder etwaige Hintermänner ist noch nichts bekannt. Ein Mann soll das mit Sprengstoff beladene Motorrad abgestellt und sich dann entfernt haben. Die Polizei fahndet nach ihm.

Laut CNN Türk wäre um Haaresbreite Schlimmeres geschehen: Wenige Minuten nach der Explosion hatten zwei direkt nebenan liegende Schulen Unterrichtsschluss. Die Straße, auf der sich die Explosion ereignete, sei ein frequentierter Schulweg.

Dieselbe Polizeistation wurde vor vier Jahren bereits einmal Ziel eines Anschlags. Am 8. Dezember 2012 wurde bei einem bewaffneten Angriff ein Polizist verletzt. Laut dem damaligen Polizeichef von Istanbul hatte sich die PKK zu dem Anschlag bekannt.