Deutsche Botschaft Ankara

Nach Anschlägen in der Türkei sind die deutsche Botschaft in Ankara und das Generalkonsulat sowie die deutsche Schule in Istanbul geschlossen worden. Das Auswärtige Amt (AA) riet auf seiner Homepage am Donnerstag zu erhöhter Vorsicht in Istanbul, Ankara und anderen Großstädten der Türkei. Menschenansammlungen, auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen sowie der Aufenthalt nahe Regierungs- und Militäreinrichtungen sollten gemieden werden.

In Ankara waren am Sonntag bei einem Anschlag 37 Menschen getötet worden. Am Donnerstag bekannte sich die aus der PKK hervorgegangene Splittergruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) zu dem Attentat.

Die deutsche Botschaft hatte Bundesbürger bereits am Dienstag vor neuen Anschlägen in der türkischen Hauptstadt gewarnt. Hintergrund für die Botschaftsschließung sei ein nicht abschließend überprüfbarer Hinweis, hieß es nun aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Die Bedrohungslage habe sich im Vergleich zu den vergangenen Tagen nicht geändert.

Wegen einer Terrorwarnung in Istanbul wurden auch das deutsche Generalkonsulat und die deutsche Schule geschlossen. Das Generalkonsulat teilte in einer E-Mail an Bundesbürger mit, es handele sich um einen „nicht abschließend überprüfbaren Warnhinweis“. Das Konsulat und die Schule in Istanbul blieben daher am Donnerstag „vorsorglich geschlossen“. In der Mitteilung hieß es: „Bitte meiden Sie die Umgebung des Generalkonsulats.“ Das Generalkonsulat Istanbul, in dessen Gebäude bis zur Ausrufung der Republik 1923 die deutsche Botschaft im Osmanischen Reich residierte, liegt in unmittelbarer Nähe zum Taksim-Platz.

In der Reisewarnung wird explizit auf das bevorliegende kurdische Frühlingsfest Newroz verwiesen: Es sei mit „politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen Anschlägen zu rechnen – insbesondere im zeitlichen Umfeld des kurdischen Newroz-Festes am 21. März 2016. Deshalb wird Deutschen, die sich in der Türkei aufhalten oder dorthin reisen möchten, generell empfohlen, sich zur Sicherheitslage laufend mittels dieser Reise- und Sicherheitshinweise sowie der Medienberichterstattung informiert zu halten“, heißt es auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

In Istanbul hatte im Januar ein Selbstmordattentäter zwölf deutsche Touristen mit in den Tod gerissen. Die Tat wurde der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zugerechnet. (dpa/ dtj)