Bei den Razzien habe die Polizei drei Gewehre, drei Kanonen, 776 Patronen und ca. zwei Kilogramm Sprengstoff sichergestellt. Foto: EGM

Wegen mutmaßlicher Verbindungen zu terroristischen Organisationen haben türkische Behörden 267 Verdächtige in 33 Städten und Provinzen festgenommen.

Die Verdächtigen seien bei Razzien zwischen dem 20. und 31. Dezember festgenommen worden, schrieb Anadolu unter Berufung auf eine Mitteilung des Innenministeriums. 161 von ihnen seien ausländische Staatsangehörige, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Polizei gehe davon aus, dass die mutmaßlichen religiösen Extremisten Anschläge in der Silvesternacht planten. Weitere Angaben gab es zunächst nicht.

„Verbindungen in Konfliktgebiete“

Weitere 69 ausländische Staatsangehörige wurden in einem separaten Fall wegen mutmaßlichen „Verbindungen in Konfliktgebiete“ in Gewahrsam genommen, hieß es in dem Bericht weiter. Bei Razzien habe die Polizei Waffen, Sprengstoff und digitale Dokumente mit Verbindungen zu terroristischen Gruppen sichergestellt. Weitere Details wurden nicht genannt.

Die Türkei geht regelmäßig gegen mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vor. Der IS hat in den vergangenen Jahren mehrere Anschläge in der Türkei für sich reklamiert, darunter den Anschlag auf den Istanbuler Nachtclub Reina in der Silvesternacht 2016/2017. 39 Menschen wurden damals erschossen.

dpa/dtj