Tiger Woods auf der Bosporusbrücke in Istanbul.

Als ob die Istanbuler nicht schon genug Probleme mit dem Verkehrschaos in ihrer Stadt hätten, wurden sie am Dienstag nun vor eine neue Herausforderung gestellt. Tiger Woods war zu Besuch in der Millionenmetropole, und das hatte Folgen für die Verkehrsteilnehmer.

Zwecks eines Fotoshootings wurde die Bosporusbrücke vorübergehend gesperrt. Ursprünglich war angekündigt worden, dass die Brücke für fünf Stunden gesperrt wird, aber nach einigen ungehaltenen Reaktionen von Istanbulern, die durch das absehbare Verkehrschaos beeinträchtigt wurden, kündigte Gouverneur Hüseyin Avni Mutlu via Twitter an, dass die Brücke nur zwischen 14 und 15 Uhr gesperrt sein würde.

Am Ende wurde nur die Straße von der europäischen zur asiatischen Seite für den Verkehr gesperrt, was es für die Istanbuler immerhin möglich machte, auf die europäische Seite zu fahren, während das Fotoshooting mit dem Weltgolfer Nummer 1 aufgenommen wurde.

Woods war der erste Golfer, der einen Ball auf der weltberühmten Brücke schlug, welche den europäischen und asiatischen Kontinent miteinander verbindet.

Der Golfstar Woods wird an einem Zählspiel im Rahmen des Turkish Airlines Open teilnehmen, das am Donnerstag beginnt. Woods wird zudem in die südwesttürkische Stadt Antalya an der Mittelmeerküste fahren, um am Europäischen 7-Millionen-Dollar-Turnier auf dem Montgomery Maxx Royal Platz teilzunehmen.

Der 14-malige Major-Sieger spielte auch letztes Jahr bei dem Acht-Mann-Welt-Golf-Finale in der Türkei, doch in dieser Saison ist es das erste Mal, dass das Land Gastgeber eines offiziellen Europa-Tour-Events sein wird.

„Ich hatte eine schöne Zeit während meines ersten Besuchs in der Türkei… und ich freue mich darauf, dort noch einmal spielen zu können”, sagte Woods in einer Pressemeldung. Er hatte nicht an einem Zählspiel teilgenommen, seitdem er bei der Championship Tour in Atlanta im September, dem letzten Event der US PGA lukrativen FedExCup Serie im Rahmen der US PGA Tour ex aequo den 22. Platz belegt hatte.

Hochkarätiges Teilnehmerfeld bei den bevorstehenden Golfturnieren

Unter den Konkurrenten des 37-jährigen Amerikaners wird in dieser Woche US Open Champion und World-Golf-Finalsieger Justin Rose sein. „Es wird lustig werden, wieder in der Türkei zu spielen”, sagte der 33-jährige Brite. „Es ist großartig für die Türkei, so ein Event in der Final Series zu haben.”

Das Turnier in dieser Woche ist das vorletzte Event der konstituierenden Final Series, dem neuen FedExCup Äquivalent der European Tour.

Rose ist der Dritte auf der Race To Dubai Money List mit 1,87 Millionen Euro (2,53 Millionen Dollar), nach Graeme McDowell (2,05 Millionen) und FedExCup Gewinner Henrik Stenson (2,20 Millionen), die nur am Turkish Open und der DP Welttour Championship in Dubai teilnehmen werden.

Ian Poulter, Vierter auf der Liste mit einem Einkommen von 1,66 Millionen Euro, will in Antalya besser abschneiden als der zweite Platz des Amerikaners Dustin Johnson letzte Woche beim WGC-Champions Tournier in Shanghai. Auch die ehemalige Nummer 1 der Rangliste, Lee Westwood, wird diese Woche Teil des 78 Mann starken Teilnehmerfelds sein; Rory McIlroy, Luke Donald und Sergio Garcia sind ebenfalls anwesend. Der erste Preis erhält 848 930 Euro.