ARCHIV - Mehmetcik, eine zuneigungsvolle Umschreibung türkischer Soldaten, auf dem Weg zu einer Übung in Mardin

Bei zwei Angriffen in der osttürkischen Provinz Hakkari sind nach Berichten drei Soldaten gefallen und sieben weitere verletzt worden. Ein Soldat sei durch einen Angriff mit einer ferngesteuerten Rakete aus dem Irak getötet worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag. Das Geschoss sei auf dem Gelände eines Militärstützpunktes im Grenzbezirk Cukurca eingeschlagen und habe fünf weitere Soldaten verletzt.
Bei einem Mörserangriff auf einen Militärstützpunkt im Grenzbezirk Semdinli seien zwei weitere Soldaten getötet und zwei verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA.

Die türkischen Streitkräfte bestätigen zunächst nur den Angriff im Bezirk Cukurca. Sie machten die Terrororganisation PKK verantwortlich. Am Vortag hatte die Armee nach eigenen Angaben Luftangriffe gegen Stellungen der PKK im Nordirak geflogen. Demnach seien 49 PKK-Terroristen getötet worden. Die Zahl konnte nicht unabhängig überprüft werden. Die terroristische PKK hat in den nordirakischen Kandil-Bergen ihr Hauptquartier. Sie gilt in der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation.

Die Türkei führt seit dem 20. Januar in Nordwestsyrien eine Offensive gegen die kurdische Miliz YPG, die sie als Ableger der PKK betrachtet. Die türkischen Luftangriffe in der Region dauern nach Militärangaben an. In der Provinz Kilis schlug unterdessen eine Rakete aus Syrien in ein Restaurant ein, wie DHA berichtete. Mehrere Menschen seien verletzt worden.

dpa