05.04.2018, Türkei, Eskisehir: Polizeifahrzeuge parken vor der Osmangazi Universität, in der ein Mitarbeiter vier Menschen erschossen haben soll. Die Motive des Täters, der sich in Polizeigewahrsam befindet, seien noch unklar, sagte der Gouverneur der Provinz Eskisehir am Donnerstag. Foto: -/Xinhua/dpa
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Nach den tödlichen Schüssen an der Osmangazi Universität im zentraltürkischen Eskisehir haben Angehörige, Kollegen und Freunde der vier Todesopfer gedacht. Zugleich warfen die Trauernden den Behörden am Freitag vor, Drohungen des Angreifers, der sich in Polizeigewahrsam befindet, ignoriert zu haben.

Bei einer Gedenkveranstaltung an der Universität versammelten sich die Trauernden um die vier aufgebahrten Särge, die mit türkischen Flaggen bedeckt waren, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Teilnehmer riefen: «Der Direktor soll zurücktreten.» Ein Mann rief: «Schande über Dich.» Die Veranstaltung fand unter großem Polizeiaufgebot statt.

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Der Angreifer, ein Mitarbeiter der Universität, hatte am Vortag im Gebäude der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät vier seiner Kollegen erschossen. Die Polizei nahm den Mann anschließend fest. Inzwischen befindet sich auch seine Frau – ebenfalls eine Mitarbeiterin der Universität – in Polizeigewahrsam und wird verhört.

Angreifer soll mental instabil sein

Kollegen sagten dem Sender CNN Türk, sie hätten sich wiederholt über den Angreifer beschwert und beschrieben ihn als mental instabil. Der Mann habe Kollegen wiederholt beschuldigt, Anhänger der Gülen-Bewegung zu sein. Die türkische Führung macht die Bewegung um den in den USA lebenden Gelehrten Fethullah Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli 2016 verantwortlich-b.

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dpa/dtj
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