ARCHIV - Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, schaut am 23.03.2017 vor Beginn der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) zum Fotografen. Das stark abgekühlte Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei blockiert oder verzögert auch geplante Rüstungsgeschäfte zwischen den Ländern.
ARCHIV - Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, schaut am 23.03.2017 vor Beginn der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) zum Fotografen. Das stark abgekühlte Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei blockiert oder verzögert auch geplante Rüstungsgeschäfte zwischen den Ländern. Foto: Roland Weihrauch/dpa
- Anzeige -

Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall hat im dritten Quartal von besseren Geschäften mit Munition, Panzern und Autoteilen profitiert. Auf Jahressicht wird der Vorstand des MDax-Konzerns nun etwas zuversichtlicher und erwartet, dass mehr vom Umsatz als Gewinn hängen bleibt. Die operative Marge dürfte leicht über der bisher angestrebten Marke von 6,5 Prozent liegen, vor allem weil es in der Rüstungssparte besser aussieht.

Wie Rheinmetall am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, erreichte das operative Ergebnis in den Monaten Juli bis September 97 Millionen Euro, gut ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um 4,7 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro. 2017 strebt der Konzern weiter ein Erlöswachstum aus eigener Kraft von rund 6 Prozent an.

Mittelfristig will Rheinmetall rund 10 Millionen Euro jährlich einsparen

- Anzeige -

Das auf die Aktionäre entfallende Nettoergebnis sank indes von 42 auf 36 Millionen Euro. Jüngst hatte Rheinmetall mitgeteilt, die Kolbenfertigung am französischen Standort Thionville zu schließen. Dabei fielen Kosten für Abfindungen, Rückbau und Abschreibungen an, die mit 22 Millionen Euro zu Buche schlagen. Mittelfristig will Rheinmetall damit aber rund 10 Millionen Euro jährlich einsparen.

Menschenrechtler fordern Stopp von Exporten in die Türkei

Rheinmetall steht immer in der Kritik wegen Rüstungsgeschäften, etwa mit der Türkei. So forderten Menschenrechtler den Stopp von Exporten in das Land. Das abgekühlte Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei blockiert oder verzögert indes geplante Geschäfte. Mehrere Projekte etwa zur gemeinsamen Produktion von Kampfjet-Munition in der Türkei oder zur Nachrüstung von türkischen Leopard-Panzern gegen Raketenbeschuss der Terrormiliz IS zögen sich hin und würden von den Regierungen derzeit nicht entschieden, sagte der Rheinmetall-Chef Armin Papperger jüngst der Deutschen Presse-Agentur.

[paypal_donation_button]

dpa/dtj
- Anzeige -