Tsunami-Panik in Fethiye

50 Meter weit hatte sich das Meer bereits von Kumluova zurückgezogen. Die schwächeren Nachbeben sorgten für neue Unruhen unter den Menschen in der Region. Daraufhin entstand im Laufe des Tages ein Gerücht über einen bevorstehenden „Tsunami”, das in Menschen in Panik versetzte. Einige beunruhigte Bewohner packten ihre Wertsachen gepackt und verließen ihre Häuser. Die türkische Katastrophenschutzbehörde (AFAD) versuchte die Gemüter zu beruhigen: „Über einen möglichen Tsunami gibt es bislang keine Angaben, es sind in keine Bruchlinien entstanden und somit ist ein Tsunami ausgeschlossen.“

Nach dem Beben entwickelten die Bewohner eine unkontrollierbare Angst. Sie räumten ihre Siedlungen und flüchteten in höher gelegene Gebiete. Der ansässige Ibrahim Siviş bestätigt, dass die Gründe dafür das beobachtete Zurückziehen des Meeres und die Angst vor Nachbeben sind.

In höheren Lagen und bewaldeten Gebieten bildeten sich mehrere Kilometer lange Fahrzeugschlangen. Viele Bürger haben die Nacht in ihren Anhängern oder in LKW-Kastenwagen verbracht. In der Zwischenzeit hat die Behörde durch öffentliche Lautsprechanlagen die Bevölkerung zur Ruhe gerufen und bekannt gegeben, dass keine Gefahr bestünde. Die Bürger durften zurück in ihre Häuser kehren. Einige Bürger erwähnten, dass sie Angst vor einem Tsunami hatten, während andere behaupteten, dass dieses Gerücht von Seiten der Diebe verbreitet worden wäre, die die leeren Häuser plündern wollten.

Keine Tsunami-Gefahr in Fethiye

Die türkische Katastrophenschutzbehörde (AFAD) erklärte, dass die Erdbebenaktivitäten der Region wie in den anderen Regionen 24 Stunden, 7 Tage die Woche überwacht wird. Nach dem Erdbeben in Fethiye mit Stärke 6 wurde die Anzahl an Nachbeben festgestellt: am 10. Juni 135, 11. Juni 60, 12. Juni 22, 13. Juni 8, 14. Juni 6. 152 davon hatten die Stärke 2-3, 39 davon 3-4, 9 davon 4-5 und ein Nachbeben hatte die Stärke 5-6
„Wie man aus den Erdbebenaktivitäten entnehmen kann, wurden die Nachbeben immer leichter. Es bestehen keine Bruchlinien die zu einer Tsunami führen könnten. Es wird auch kein Erdbeben erwartet, das einen Tsunami auslösen könnte.“

Übersetzt von: Ayse Gül Temiz