Der deutsche Sammler Dr. Wolfgang Ott hat 250 Instrumente aus seiner Kollektion, welche die kulturellen Besonderheiten der fünf Kontinente reflektiert, dem İbrahim-Alimoğlu-Musikmuseum des Landeskonservatoriums der Afyon-Kocatepe-Universität (AKÜ) geschenkt.

Der deutsche Sammler Dr. Wolfgang Ott hat 250 Instrumente aus seiner Kollektion, welche die kulturellen Besonderheiten der fünf Kontinente reflektiert, dem İbrahim-Alimoğlu-Musikmuseum des Landeskonservatoriums der Afyon-Kocatepe-Universität (AKÜ) geschenkt.

Das Museum wurde infolge zahlreicher Instrumentenspenden seitens des Geschäftsmannes İbrahim Alimoğlu gegründet, welche dieser am Rande jeder Reise anlässlich seiner Exporttätigkeit von Marmor ins Ausland gesammelt hatte. Es gehört zu den wenigen Musikmuseen in der Türkei, an welches neben den Spenden Alimoğlus auch etwa hundert weitere Instrumente gespendet wurden. Zu den Spendern zählt nun auch auch der deutsche Sammler Dr. Wolfgang Ott.

250 Instrumente aus vier Kontinenten

Im Anschluss an die Gespräche mit der Leitung des Museums stellte Dr. Ott eine Kollektion aus Blas-, Schlag-, Streich- und Saiteninstrumenten zusammen – insgesamt 250 Instrumente, welche aus Asien, Europa, Afrika und Australien stammen. Mit einem besonderen Kurierdienst wurden die Teile von Deutschland in die Türkei gebracht und mit größter Sorgfalt an ihre vorgesehenen Plätze im Museum gestellt. Mit der neuen Spende ist die Anzahl der Instrumente im Museum auf 540 gestiegen. Die Instrumente, welche durch ihre Töne und insbesondere durch ihre handwerkliche Meisterarbeit auffallen, wurden ausgestellt und reflektieren die Kulturen ihrer jeweiligen Ursprungskontinente.

Die Sammelleidenschaft fing mit einem Geschenk eines Freundes an

Im Vorfeld der Ausstellung der Musikinstrumente wurde im Museum eine Zeremonie zur Spendenübergabe organisiert. Bei dieser Gelegenheit hielt Dr. Wolfgang Ott eine Rede, in der er mitteilte, wie sehr er von der kulturellen und historischen Struktur Afyonkarahisars beeindruckt sei und was für eine große Freude er aufgrund seiner Spende an das Museum empfinde.

Dabei beschrieb Ott alle einzelnen Eigenschaften der Instrumente und nannte sie dabei „meine Kinder“. Mit dem Sammeln habe Ott durch ein Geburtstagsgeschenk seines Freundes begonnen, welches ein Saiteninstrument namens „Rötar“ war, das der marokkanischen Kultur zugehört. Außerdem habe das Werk „Musikinstrumente sind die Reflektion der Kulturen“ (1923) des deutschen Musikwissenschaftlers Gustav ihn sehr beeindruckt: „Nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, habe ich Musikinstrumente von jedem Ort, an den ich gereist bin, als Souvenir mitgenommen. Meine Kollektion wurde mit der Zeit immer größer. Doch hat diese Sammlung eine viel größere Bedeutung als nur eine Kollektion zu sein. Diese Kollektion reflektiert die Geschichte, Beziehungen und vieles mehr. Später wurde mir klar, dass diese Kollektion nicht mehr versteckt bleiben darf und auch anderen Menschen gezeigt werden muss. Somit habe ich mich entschieden, sie dem Museum zu spenden. Einer Stadt, welche solch schönen Bräuchen und Traditionen große Wertschätzung schenkt, meine Instrumente zu spenden, hat mich sehr glücklich gemacht.“

Mehr als 500 Exponate

Prof. Dr. Mustafa Solak, der Rektor der AKÜ, teilte mit, dass mit den Beiträgen İbrahim Alimoğlus die Universität in den Besitz eines sehr schönen Museums gekommen sei und das Museum schon mehr als 500 Musikinstrumente beinhalte: „Dass solch ein Museum an unserer Universität errichtet wurde, hat uns wahrhaftig sehr glücklich gemacht. Uns wurde ein Museum geschenkt, welches seinesgleichen sucht. Für Studierende und Recherchierende ist dies ein genau der richtige Platz.“

Das jüngste Instrument ist älter als 30 Jahre

Auch İbrahim Alimoğlu berichtete von seinem Werdegang als Sammler. Zunächst einmal habe er seine gesammelten Musikinstrumente in seiner Fabrik aufgehoben und später unter Nutzung der Möglichkeiten an der Universität in Ausstellungen gezeigt. Alimoğlu betonte, dass mit dem Beitrag Dr. Otts das Museum auf eine ganz besondere Weise hervorgetreten sei: „Dieses Museum ist zum größtem Musikmuseum der Türkei geworden. Ich bin fest davon überzeugt, dass es sich auch weiterhin entwickeln wird. Ich habe damals mit nur 3-5 Instrumenten angefangen. Nun hat sich die Anzahl mit den Instrumenten aus Deutschland auf bis zu 540 erhöht. Die Musikinstrumente im Museum sind zwischen 30 bis 100 Jahre alt.“