Die türkische Regierung hat Luftangriffe auf Stellungen der Terrormiliz IS in Syrien bestätigt. Drei Kampfflugzeuge vom Typ F-16 hätten vor Sonnenaufgang drei Ziele im Norden des Nachbarlandes beschossen, teilte das Büro des Ministerpräsidenten am Freitag in einer Erklärung mit.

Bei der Operation „Şehit Yalçın“, die eine Stunde und zwölf Minuten gedauert habe, seien 35 IS-Terroristen getötet worden. „Die türkische Republik ist entschlossen, alle nötigen Maßnahmen zur nationalen Sicherheit zu ergreifen“, hieß es in der Mitteilung. Die NATO-Partner seien zuvor informiert worden. Verluste auf türkischer Seite habe es nicht gegeben. Auslandseinsätze der Armee sind seit einem Beschluss des Parlaments Anfang Oktober letzten Jahres genehmigt.

Vorangegangen waren am Donnerstag Gefechte im türkisch-syrischen Grenzgebiet zwischen türkischen Soldaten und IS-Kämpfern. Dabei war ein türkischer Soldat ums Leben gekommen. Er hieß mit Vornamen Yalçın. Zu Wochenbeginn hatte ein verheerender Bombenanschlag mit 32 Toten die Türkei erschüttert. Die Regierung in Ankara sprach von Hinweisen auf einen IS-Täter.

Der IS kontrolliert große Gebiete im Norden Syriens und des Iraks. Die Grenze zwischen der Türkei und Syrien ist Hunderte Kilometer lang. Aus US-Regierungskreisen verlautete zuvor, der NATO-Partner dürfe künftig den strategisch wichtigen Stützpunkt Incirlik für Luftangriffe nutzen. Die türkische Regierung bestätigte das noch nicht. (dtj/dpa)