Buchmesse in Istanbul: Ein Kind schaut sich ein Buch an. - cihan

Einer Statistik der Stiftung „Professional Publishers‘ Unions‘ Union“ (YAYFED) zufolge sind Buchliebhaber in der Türkei im Herbst damit beschäftigt, neue Bücher zu kaufen. Die 32. internationale Istanbuler Buchmesse begann am Samstag. Bayram Murat von YAYFED sprach im Vorfeld verschiedene Statistiken über die Lesegewohnheiten in der Türkei an.

„Wir sind so glücklich, den Begriff „Millionen” benutzen zu können, wenn wir von Statistiken über die Lesegewohnheiten in der Türkei berichten. Wir leben im Zeitalter der Wissenschaft und der Technologien. Deshalb brauchen wir eine Gesellschaft, die liest, hinterfragt und lernt. In den vergangenen vier Jahren wurden in der Türkei 1 112 144 688 Bücher gedruckt. Die größte Anzahl an Büchern wurde dabei im Herbst verkauft. Man kann sagen, dass 28% aller Bücher, die in einem Jahr verkauft werden, im Herbst verkauft werden. Vielleicht tendieren die Menschen dazu, an langen Winternächten mehr zu lesen”, sagte Murat im Rahmen einer Pressekonferenz.

Er forderte zudem Erzieher und Eltern auf, die guten Lesegewohnheiten von Schülern und Kindern in jungen Jahren zu fördern und fügte hinzu, dass Buchmessen extrem wichtig seien, um das Bewusstsein für Bücher und für das Lesen zu schärfen. „Hunderttausende werden kommen, um neue Bücher zu finden und neue Autoren zu treffen. Die Türkei muss ihre größten Buchmessen globalisieren, wie dies auch in London und Frankfurt geschieht.”

YAYFED kündigte ebenfalls an, dass die Öffnungszeiten der Messeveranstaltungen in diesem Jahr anders sein werden: Die Messe werde für Besucher während der Woche von 10-19 Uhr und am Wochenende von 20-22 Uhr offen sein. Die Messe wird am letzten Abend (10. November) um 19 Uhr schließen.

Die OECD-Studie „Let´s Read Them a Story! The Parent Factor in Education” zeigte, dass das Lesevermögen in Deutschland und Neuseeland besonders stark ausgeprägt ist. Aus den PISA-Tests ging hervor, dass bei 15-jährigen Schülern die Leseergebnisse deutlich höher waren, wenn ihre Eltern ihnen in den ersten Lebensjahren vorgelesen hatten.