Am Dienstag ist in weiten Teilen der Türkei das Stromnetz zusammengebrochen. Immer wieder fiel seit den Morgenstunden in den Metropolen Istanbul, Ankara, Antalya, Izmir, Kocaeli, Samsun, Bursa, Eskişehir, Diyarbakır und Şanlıurfa der Strom aus – auch das Internet war in den betroffenen Gebieten zeitweise nicht verfügbar.

Auch der Verkehr litt unter dem Stromausfall. In Istanbul und Ankara fiel die Metro aus. Passagiere mussten die Züge wieder verlassen. Ähnliche Szenen gab es auch im Straßenverkehr. Ausgefallene Ampeln verursachten chaotische Szenen an den Kreuzungen und Knotenpunkten. Zunächst hatte es geheißen, dass der Zustand noch weitere drei bis vier Stunden anhalten werde. Zuletzt hatte es Stromausfälle in dem Ausmaß nach den Mega-Erdbeben von 1999 gegeben.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Ursache für den Riesenschaden bei den Ausfällen in den Kraftwerken in Izmir liegt, die möglicherweise eine Kettenraktion in anderen Gebieten ausgelöst haben. Zudem seien bei den Kraftwerken an der Westküste der Türkei seit etwa einem Monat Unregelmäßigkeiten bekannt.

Im Laufe des Tages soll es aufgrund des Stromausfalls auch zu Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung kommen, teilte das Energieministerium mit.

Im Internet kursierten kurz nach dem Stromausfall schon die ersten Gerüchte. Eines lautete, dass Katzen in die Transformatoren eingedrungen seien und so das Stromnetz zum Erliegen gebracht hätten. Bei den Kommunalwahlen im letzten Jahr hatte der türkische Energieminister dies als Grund für einen kurzfristigen Stromausfall angegeben.