Peter Altmaier

Der seit März diesen Jahres in der Türkei inhaftierte Patrick K. wurde von einem türkischen Gericht zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnisstrafe verurteilt. Patrick K. werden Verbindungen zu einer Terrororganisation vorgeworfen.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu war Patrick K. im März im türkisch-syrischen Grenzgebiet festgenommen worden. Laut Anadolu habe er sich der PKK/YPG anschließen wollen. Auch die YPG gilt in der Türkei als Terrororganisation.

Weitere Verurteilung von Patrick K. auf Bewährung ausgesetzt

Sein Anwalt Hüseyin Bilgi sagte, dass Patrick K. zusätzlich zu der sechsjährigen Verurteilung zu einem Jahr und acht Monaten Gefängnisstrafe verurteilt worden sei, weil ein militärischen Sperrgebiet betreten habe. Laut Bilgi sei dieser Teil der Strafe aber zur Bewährung ausgesetzt worden.

Entlassungen hatten zur Entspannung der deutsch-türkischen Beziehungen geführt

Bereits 2017 hatte eine Serie von Festnahmen deutscher Staatsbürger zu einer Krise zwischen Berlin und Ankara geführt. Zu den prominentesten Fällen zählten die beiden Journalisten Deniz Yücel und Mesale Tolu sowie der Menschenrechtler Peter Steudtner. Alle drei wurden letztlich freigelassen, was auch zu einer leichten Entspannung der Beziehungen führte.

Altmaier will Menschenrechtslage in der Türkei ansprechen

Derzeit befindet sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit einer Wirtschaftsdelegation in der Türkei. Altmaier hatte bereits angekündigt, die Menschenrechtslage in der Türkei anzusprechen.