Nach dem gewaltsamen Tod eines Ehepaars aus Leipzig in der Türkei hat sich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. „Wir werden tätig auf Bitten eines Sohnes des Verstorbenen“, sagte der Leipziger Oberstaatsanwalt Ralf-Uwe Korth am Montag.

Es sei ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet und ein Rechtshilfeersuchen an die Türkei gestellt worden, sagte der Staatsanwalt. „Wir wollen wissen, was überhaupt passiert ist.“ Das Kunstsammler-Paar war in einer Wohnung im südtürkischen Urlaubsort Alanya tot aufgefunden worden. Medienberichten zufolge wurden der 65 Jahre alte Mann und seine 50 Jahre alte Frau gefesselt und sind erstickt.

Am Donnerstag hatte die Polizei die Leichen des Paares in einer angemieteten Apartmentwohnung in einem mehrgeschossigen Wohnhaus entdeckt.

Der Gärtner der Wohnanlage soll gegenüber der Polizei ausgesagt haben, dass er die Deutschen zuletzt am Sonnabend davor gesehen habe. Verwandte hatten vor mehreren Tagen mehrfach erfolglos versucht, Peter H. und seine Frau zu erreichen. Daraufhin informierten sie die Polizei in Alanya, die die Wohnungstür am Donnerstag aufbrach und dort die leblosen Körper entdeckte.

Das Ehepaar war im Juli dieses Jahres nach Alanya gekommen, um dort den Urlaub zu verbringen. Anhaltspunkte für das Motiv der brutalen Tat liegen der Polizei bislang nicht vor. Ein Tatverdächtiger sei allerdings bereits festgenommen worden. Die türkischen Behörden ermitteln weiter, derzeit laufen die Befragungen der in dem Apartmenthaus lebenden Anwohner und Urlauber.

Die Überführung der Toten in ihre Heimat soll noch heute erfolgen. (dpa/dtj)