Die Türkei steht bei der EM in Frankreich vor dem Aus. Nach dem enttäuschenden 0:1-Auftakt gegen Kroatien unterlag das Team nun auch Spanien mit 0:3 und muss am Dienstag auf einen hohen Sieg gegen Tschechien hoffen, um noch die Chance auf das Achtelfinale zu wahren.

Im Gegensatz zu den letzten beiden Europameisterschaften und dem phänomenalen WM-Auftritt 2002 enttäuscht die Elf dieses Mal maßlos und erinnert mit seinen Darbietungen eher an die EM 1996. Damals nahm die Nationalmannschaft zum ersten Mal an einer Europameisterschaft teil und zahlte Lehrgeld. Am Ende der Gruppenphase mit Kroatien, Dänemark und Portugal standen auf der Habenseite 0:5 Tore und null Punkte – kein Team war schlechter.

Fatih Terim, der auch 1996 Trainer der Türkei war, war nach der 0:3-Pleite gegen Spanien sichtlich um Worte bemüht. „Weder als Spieler noch als Trainer habe ich es nie akzeptiert, wenn meine Mannschaft sich aufgegeben hat. Wer so eine Einstellung hat, kann mit mir nichts zu tun haben. Ich werde das tun, was die jetzt Situation erfordert.“ Diese Sätze wurden in den türkischen Medien als Rücktrittsankündigung aufgefasst.