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Fast drei Jahre nach dem Putschversuch in der Türkei sucht der Staat weiter intensiv nach Beteiligten. Allein am Dienstag schrieben Staatsanwälte 56 Fahndungsbefehle aus, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. In der Stadt Adana in der Südtürkei seien daraufhin sechs private Bildungseinrichtungen durchsucht worden. 25 der Gesuchten, darunter Frauen, seien in Gewahrsam genommen worden.

Den Verdächtigen werden Verbindungen zur Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen vorgeworfen. Die Regierung macht Gülen für den Umsturzversuch von 2016 verantwortlich und sieht seit dem eine Terrororganisation in der Bewegung. Gülen weist die Vorwürfe zurück.

Nach Regierungsangaben aus dem März sind seit dem Putschversuch zusammengenommen rund 500 000 Menschen wegen angeblicher Hizmet-Verbindungen festgenommen worden oder kamen in Untersuchungshaft – rund 30 000 sollen weiter in Haft sein.

dpa/dtj