In den Sommermonaten steigt die Zahl der Verlobungsfeiern und Hochzeiten in der Türkei stark an. Etwa 600.000 Paare wollen sich offiziell binden.
In den Sommermonaten steigt die Zahl der Verlobungsfeiern und Hochzeiten in der Türkei stark an. Etwa 600.000 Paare wollen sich offiziell binden.

Etwa 600.000 Paare wollen im Laufe des bevorstehenden Sommers in der Türkei heiraten. Insgesamt erwartet der Vorsitzende der Vereinigung türkischer Händler und Handwerker (TESK), Bendevi Palandöken, auf Grund dieses Ansturms auf die Standesämter Gesamtausgaben von 15 Millionen TL (etwa 521.000 Euro) im Zusammenhang mit den Hochzeitsfeiern und allem Drumherum.

„Die Sommermonate sind die aktivsten und fruchtbarsten in der Türkei“, so Palandöken. „Getreide wird von den Feldern geerntet und unsere im Ausland lebenden Bürger kommen zum Urlaub nach Hause. Dies alles führt auch dazu, dass es zu einer wesentlichen Steigerung der Zahl der Heiraten kommt. Jedes Jahr gibt es etwa 600.000 Hochzeits- und Verlobungsfeiern und die damit zusammenhängenden Zeremonien beflügeln die Märkte.“

Zum Hochzeitssektor im weitesten Sinne zählt Palandöken auch Umzugsunternehmen, Haushaltswarenverkäufer, Juweliere, Druckereien, Saalvermieter, Bäcker und Konditoren, Textilhersteller, Floristen, Taxifahrer, Immobilienmakler und Notare.

Die meisten Hochzeiten im Südosten

In diesem Zusammenhang sind Kilis, Adıyaman und Van die Provinzen mit den höchsten Zahlen an Hochzeiten, während Palandöken zufolge in Çanakkale, Gümüşhane und Kastamonu am wenigsten oft geheiratet wird.

Vor allem die Saalvermieter können sich auf einen einträglichen Sommer freuen, erklärt der TESK-Vorsitzende. Im Juni beginnt der heilige Monat Ramadan und dieser führt dazu, dass die Vermieter von Sälen diese für Iftar-Veranstaltungen zur Verfügung stellen können.

Eine Studie aus dem Jahr 2013 ergab, dass im Südosten der Türkei nicht nur die meisten Hochzeiten gefeiert, sondern auch die meisten Kinder geboren werden. So gilt die Stadt Şanlıurfa als Babyboomer-Stadt.