Türkische Fußballspieler im Spiel gegen Nordirland - zaman

Es waren die ersten Auftritte der türkischen Nationalmannschaft nach dem WM-Qualifikationsaus. Bereits am Freitag in Adana wurde im ersten Testspiel Nordirland mit 1:0 durch das Tor des Saint-Etienne-Stürmers Mevlüt Erdinç geschlagen. Am gestrigen Abend wurde erstmals ein Länderspiel in Mersin ausgetragen, wo sich die Türkei knapp mit 2:1 gegen Weißrussland durchsetzen konnte.

Gegen Weißrussland gab Aykut Demir in der Innenverteidigung sein Länderspieldebüt für die Türkei, die einen furiosen Start hinlegte. Bereits nach fünf Minuten konnten Fatih Terims Schützlinge mit 1:0 in Führung gehen, nachdem Caner Erkin in Folge einer starken Einzelleistung von Arda Turan im Strafraum Umut Bulut anspielte, der zur frühen Führung der Gastgeber vollenden konnte. Doch die Führung sollte nicht lange halten. Denn Aliaksandr Hleb – der Star der Gäste und ehemaliger Bundesliga-Spieler – leistete nach einem starken Dribbling auf der rechten Außenbahn eine mustergültige Vorarbeit auf Vitali Rodionov, der unhaltbar für Türkei-Keeper Tolga Zengin abschloss (10.).

Dreimal Aluminium

Das Spiel entwickelte sich in der ersten Halbzeit zu einem offenen Schlagabtausch. Beşiktaş-Youngster Oğuzhan Özyakup brachte nach 15 Minuten das weißrussische Gehäuse mit einem Pfostenschuss ins Wanken und auch der Torschütze Rodionov scheiterte auf Seiten der Weißrussen am Aluminium (28.). Dem Aluminium-Festival schloss sich kurz vor der Halbzeitpause Arda Turan an, dessen Torschuss an die Latte knallte (44.). In der zweiten Hälfte wurden die Gäste gefährlicher und drängten auf die Führung. Die Türken hatten es ihrem Torwart Zengin zu verdanken, dass es über weite Strecken des Spiels beim 1:1 blieb. Am Ende durfte sich die Türkei jedoch über einen schmeichelhaften Sieg freuen, da Burak Yılmaz kurz vor Schluss noch im Nachsetzen den Siegtreffer erzielte (88.). Erneut war Turan mit einer guten Hereingabe am Tor beteiligt.

„Zwei aufschlussreiche Begegnungen“

Nach dem Abpfiff ergriff Co-Trainer Hamza Hamzaoğlu das Wort und bezog Stellung zu der Testspiel-Woche: „Auch wenn wir erst in den letzten Minuten das 2:1 erzielten, wussten wir das Spiel zu gewinnen. Es war wichtig, die beiden Testspiele siegreich zu gestalten. Darüber hinaus haben wir gemeinsam eine tolle Woche am Mittelmeer verbracht.“ Zudem war es für das Trainerteam eine ideale Gelegenheit, um sich die unterschiedlichsten Spielertypen aus nächster Nähe zu betrachten, denn Terim nominierte viele neue Gesichter in den Nationalmannschaftskader. „In beiden Spielen debütierten sieben Spieler für unsere Nationalmannschaft. So hatten wir die Möglichkeit, uns von vielen Spielern ein Bild zu machen. Aus unserer Sicht waren das zwei aufschlussreiche Begegnungen. Hoffentlich können wir demnächst noch viel mehr junge und talentierte Fußballer in unseren Kader integrieren und wollen natürlich auch von der Erfahrung der routinierteren Spieler profitieren. Wir erhoffen uns so die bestmögliche Vorbereitung für die bevorstehenden Spiele und die EM in Frankreich“, resümierte Hamzaoğlu nach den Freundschaftsspielen gegen Nordirland und Weißrussland.