Ein türkischer Soldat salutiert vor einer türkischen Flagge.
Türkei: Einer Mitteilung des Generalstabs zufolge melden sich derzeit viele türkische Bürger freiwillig für den Dienst an der Waffe.

Nachdem der Friedensprozess zwischen dem türkischen Staat und der PKK von beiden Seiten für aufgehoben erklärt wurde, überzieht derzeit eine Welle der Gewalt die Türkei. Einer Mitteilung des türkischen Generalstabs in Ankara zufolge haben sich in den vergangenen Tagen viele türkische Bürger beim Generalstab gemeldet, um für den Dienst an der Waffe eingezogen zu werden und an der Terrorbekämpfung mitzuwirken.

In der Mitteilung hieß es: „Aufgrund der Terror-Ereignisse in unserem Land haben sich viele Bürger beim Generalstab gemeldet mit der Forderung, vom Militär eingezogen zu werden und an der Bekämpfung des Terrors mitzuwirken. Die Forderungen der Söhne unserer Nation wurden durch die Angehörige der Türkischen Streitkräfte (Türk Silahlı Kuvvetleri, TSK) mit großer Wertschätzung aufgenommen. Sie hat ihre Motivation gestärkt. Dafür danken wir unseren Bürgern.“

Über die genaue Zahl der Freiwilligen wurden keine Angaben gemacht. Bei bewaffneten Auseinandersetzungen mit der in der Türkei, der EU und der USA als Terrororganisation geführten PKK kamen in den vergangenen Tagen mehr als 10 Menschen ums Leben, darunter auch zahlreiche Sicherheitskräfte. Sowohl die PKK als auch die türkischen Streitkräfte intensivieren derzeit ihre Operationen, sodass weitere Opfer wahrscheinlich sind.