Türkische Baklava

Die Türkische Küche ist weit über die Landesgrenzen hinweg etwas für Feinschmecker. Dass Gaziantep eine besondere Stellung innerhalb der türkischen Küche genießt ist ebenfalls bekannt. Nun wurde dies auch von Seiten der UNESCO bestätigt. Denn seit vergangener Woche steht Gaziantep auf der Liste der „UNESCO Creative Cities“ in der Kategorie Gastronomie.

Bei der Veranstaltung in Paris überzeugte die Delegation aus Gaziantep das Gremium aus UNESCO-Experten und externe Fachleute. Damit wurde Gaziantep zur neunten Stadt, die es auf die Liste schaffte. Zum Erfolg trugen vor allem die ausgewählten Köche bei, die extra aus Gaziantep nach Paris eingeflogen wurden. Bürgermeisterin Fatma Şahin übernahm die Schirmherrschaft für die Bewerbung.

Das UNESCO-Programm „Creative Cities“ wurde 2004 durch die Beteiligung von 116 Ländern im Rahmen der Global Alliance for Cultural Diversity gegründet. Es vernetzt weltweit Städte, die Erfahrungen, Strategien, Ideen und modellhafte Praxis im Bereich zeitgenössischer Kunst und Kultur, einschließlich der Kulturwirtschaft, austauschen wollen. Ausgezeichnet werden Bewerberstädte in einem der sieben Bereiche Film, Musik, Design, Gastronomie, Medienkunst, Handwerk oder Literatur. Der Titel für einen Bereich kann in einem Jahr auch mehrfach vergeben werden. So wurden in diesem Jahr im Dezember 47 Städte aus 33 verschiedenen Ländern als neue Mitglieder des „Creative Cities„-Netzwerkes ausgewählt. Gewählte Mitglieder des Netzwerks gelten dann als Exzellenz-Zentren in den jeweiligen Bereichen.

Bürgermeisterin Şahin freute sich besonders über die Aufnahme in den erlauchten Kreis: „Gaziantep hat in seiner eigenen Branche einen Nobelpreis erhalten. Nun ist es offiziell, die Gazianteper Küche gehört heute zu den wichtigsten und köstlichsten Küchen der Welt.“

Vier deutsche Städte im Netzwerk

Auch Deutschland ist mit vier Städten im UNESCO-Netzwerk vertreten: Hannover und Mannheim schafften es 2014 als „Stadt der Musik“ auf die Liste, Heidelberg ebenfalls 2014 als „Stadt der Literatur“ und Berlin bereits 2005 als „Stadt des Designs“.