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Erdoğan hofft auf "neue Ära" mit Israel

Nach jahrelangen Spannungen hofft der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan auf eine "neue Ära" in den Beziehungen zu Israel. Dahinter könnten wirtschaftliche Überlegungen stecken. Der türkische Präsident erwarte den israelischen Amtskollegen Jitzchak Herzog in der ersten Februarhälfte in der Tür

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28. Januar 2022
2 Min. Lesezeit
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Nach jahrelangen Spannungen hofft der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan auf eine "neue Ära" in den Beziehungen zu Israel. Dahinter könnten wirtschaftliche Überlegungen stecken. Der türkische Präsident erwarte den israelischen Amtskollegen Jitzchak Herzog in der ersten Februarhälfte in der Türkei. "Mit diesem Besuch kann eine neue Ära in den israelisch-türkischen Beziehungen beginnen", sagte Erdoğan am Mittwochabend in einem Interview mit dem Sender NTV. Das Büro Herzogs kommentierte die Äußerung am Donnerstag auf Anfrage zunächst nicht. Erdoğan kündigte zudem einen Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) am 14. Februar an. Auch in den Beziehungen mit den Emiraten hoffe er auf eine neue Ära. Die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei gelten seit langem als angespannt. Zuletzt gab es aber eine leichte Annäherung. Im November ließ die Türkei ein israelisches Paar frei, das wegen Spionagevorwürfen verhaftet worden war. Alte und neue Konflikte Die Türkei stört sich unter anderem an der engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit Israels mit Griechenland und Zypern, insbesondere an einer geplanten Gas-Pipeline durch das Mittelmeer. Hinter der Annäherung der Türkei mit verschiedenen Akteuren in der Region stecken nach Ansicht von Beobachtern vor allem wirtschaftliche Überlegungen. Das Land kämpft mit einer Währungskrise, die Inflation lag zuletzt bei rund 36 Prozent. Im November besuchte der Kronprinz Abu Dhabis und faktische Herrscher der VAE, Scheich Mohammed bin Said Al Nahjan, die Türkei. Die Emirate stellten daraufhin nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu einen Fonds in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar für Investitionen in der Türkei bereit. Außerdem wurden Kooperationsverträge unterschrieben. dpa/dtj

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