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Die Türkei hat die Aufnahme von Hamas-Chef, Ismail Hanija, auf die globale Terroristenliste durch die USA kritisiert. Man sei «besorgt» über die US-Entscheidung, erklärte der Sprecher des türkischen Außenministeriums, Hami Aksoy, am Freitag.

Die USA übersehe damit die Tatsache, dass die radikalislamische Hamas «eine wichtige Realität im palästinensischen politischen Leben» sei. Die Entscheidung könne «keinen Beitrag leisten zu einer gerechten, umfassenden und dauerhaften Beilegung des israelisch-palästinensischen Konflikts.» Die USA ignoriere mit der Entscheidung, die am Mittwoch vom US-Außenministerium veröffentlicht wurde, zudem die «Realitäten vor Ort», erklärte Aksoy.

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Nach Angaben des US-Außenministeriums soll Hanija, ein langjähriger Anführer der Hamas, der im Mai zum Chef gewählt wurde, an Terroranschlägen gegen israelische Bürger beteiligt gewesen sein.

Die Hamas hatte 2007 die alleinige Macht im Gazastreifen an sich gerissen. Sie soll US-Angaben zufolge 17 US-Staatsbürger bei Terroranschlägen getötet haben. Das Politbüro der Hamas wird seit 1997 von den USA als ausländische Terrororganisation eingestuft und wurde 2001 in die globale Terroristen-Liste aufgenommen.

dpa

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