Die schwache Lira (TL) gegenüber dem US-Dollar macht den Türken große Sorgen. Gestern hatte die türkische Leitwährung mit 2, 67 TL für einen US-Dollar einen neuen Rekord erreicht. Die TL steht auch unter Druck, weil im Juni Parlamentswahlen anstehen und der Ausgang noch umklar ist. Die türkische Wirtschaft bezieht den größten Teil etwa ihres Ölbedarfs und Erdgases aus dem Ausland und muss dafür mit Dollar bezahlen. Ein Anstieg der Energiepreise bleibt dabei unvermeidlich. Ähnlich sieht es auch mit anerden Rohstoffen aus, dass ein Preisanstieg bei vielen Gütern nach sich zieht.

Der Internationale Währungsfonds IMF hat ihre Wachstumsprognose für die Türkei in diesem Jahr von 3,4 auf 3,1 Prozent gesenkt. Damit steht das Land nicht alleine das – auch die Erwartungen an die USA, Kanada, Russland, Mexiko und Kanda wurden gesenkt. Anders sieht es dagegen für Deutschland aus. Hier haben die Experten des IWF ihre Prognosen für 2015 von 1,3 auf 1,6 Prozent angehoben. Während das Wirtschaftswachstum in den Eurostaaten in diesem Jahr bei 1,5 Prozent liegen dürfte, erwarten die Experten des IWF für die Weltwirtschft ein Wachstum von 3,5 Prozent.