Nur wenige Tage nach dem Friedensappell des PKK-Chefs Abdullah Öcalan ist es in der Südosttürkei zu Gefechten zwischen türkischer Armee und der Terrororganisation gekommen. Die türkischen Streitkräfte erklärten am Mittwoch auf ihrer Internetseite, das Militär habe auf Beschuss der PKK in der südosttürkischen Provinz Hakkari reagiert. Die PKK äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Am Vortag war die Armee nach eigenen Angaben in der Provinz Mardin gegen Verstecke und Lager der Rebellen vorgegangen.

Die Gefechte hätten etwa eine halbe Stunde gedauert. Angaben zu Toten oder Verletzten wurden nicht gemacht.

Der inhaftierte Öcalan hatte die PKK am Samstag zu Frieden mit der türkischen Regierung aufgerufen. Er forderte seine Anhänger außerdem dazu auf, die Niederlegung der Waffen unter bestimmten Voraussetzungen zu beschließen.

Der Konflikt zwischen PKK und der türkischen Regierung dauert seit über 30 Jahren an. Dabei kamen mehr als 40 000 Menschen ums Leben. Beide Seiten bemühen sich um einen Friedensprozess, der jedoch immer wieder ins Stocken gerät. Im März 2013 hatte die PKK einen Waffenstillstand ausgerufen, der allerdings brüchig ist. (dpa/dtj)