Türkische Spezialeinheiten untersuchen ein verdächtiges Fahrzeug. Die türkische Polizei verhinderte am Sonntag womöglich einen Autobombenanschlag an der syrischen Grenzen.

Türkische Medien berichteten am Montag, die Polizei habe am Sonntag im südtürkischen Kilis an der Grenze zu Syrien in einem aus dem Nachbarland kommenden Auto 177 Kilogramm Sprengstoff gefunden und zwei syrische Staatsbürger festgenommen.

Die Polizei stoppte den Wagen den Berichten zufolge am türkisch-syrischen Grenzübergang Öncüpınar und fand bei der Durchsuchung des Fahrzeugs eine Schusswaffe mit 15 Patronen und 177 Kilogramm Sprengstoff. Die beiden syrischen Fahrer des Wagens wurden umgehend festgenommen.

Am 11. Mai detonierten in der südtürkischen Stadt Reyhanlı zwei Autobomben und töteten mehr als 50 Menschen. Die genauen Hintergründe des Autobombenanschlags in Reyhanlı bleiben bis heute unklar, doch verschiedene Stellen machen entweder das syrische Regime oder aber al-Qaida-nahe Gruppen für den Anschlag verantwortlich.

Die USA, Frankreich und Großbritannien beraten momentan über ein militärisches Eingreifen in Syrien, nachdem in einigen Vororten von Damaskus Giftgas eingesetzt worden sein soll. Die Türkei erklärte sich ebenfalls bereit, an einem möglichen Militärschlag gegen das syrische Regime mitzuwirken.

Der geplante Anschlag könnte unmittelbar mit der geplanten Beteiligung der Türkei an einer Militäraktion zusammenhängen. Das syrische Regime warnte bereits vor einem Eingreifen ausländischer Truppen und sagte, dies würde die gesamte Region in Brand stecken.

Derzeit suchen UN-Inspekteure nach Beweisen für den Giftgas-Eingriff. Am Mittag gerieten sie durch Unbekannte unter Beschuss. Verletzt wurde niemand, jedoch wurde ein Fahrzeug außer Gefecht gesetzt.