Die türkischen Behörden haben am Sonntag Bilder von drei potenziellen Selbstmordattentätern veröffentlicht und die mutmaßlichen IS-Anhänger zur Fahndung ausgeschrieben. Sie werden verdächtigt, Anschlagsplanungen abgeschlossen zu haben und kurz vor der Ausführung zu stehen.

Die Terroristen sollen zur ein- und derselben Zelle gehören. Die Polizei sucht mit Hochdruck nach ihnen. Ob sie eine Verbindung zum Attentäter aus Istanbul haben, steht zur Zeit nicht fest.

Wie die Nachrichtenagentur Doğan berichtet, handelt es sich bei den Männern um Hacı Ali Durmaz (Deckname ‚Mervan‘), Yunus Durmaz (Decknamen ‚Abdüllatif Efe‘, ‚Sarı Yunus‘ und ‚Muhammet Ali‘) und Savaş Yıldız (Deckname ‚Ebu Cihat‘), die alle mit gefälschten Papieren unterwegs sein sollen.

Bei Yıldız soll es sich um den Drahtzieher der Angriffe auf die HDP-Parteibüros in Adana und Mersin handeln, die sich kurz vor den Parlamentswahlen am 7. Juni zutrugen.

Die Türkei beschuldigt den IS, für mehrere Anschläge in Suruç, Ankara und Istanbul verantwortlich zu sein. Die Terrormiliz selbst bekannte sich zu keiner der Taten. Nach dem Anschlag in der Hauptstadt im Oktober 2015 hatte Premierminister Ahmet Davutoğlu erklärt, dass die Behörden eine Liste mit potenziellen Selbstmordattentätern vorliegen hätten, jedoch nichts unternehmen könnten, bevor die Terroristen zur Tat schreiten. Nun scheint ein Umdenken eingesetzt zu haben.