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Der türkische Fußballverband hat sich von Nationaltrainer Mircea Lucescu getrennt. Das wurde am Montag bekannt, nachdem es schon am Wochenende verstärkt Gerüchte über eine bevorstehende Entlassung gegeben hatte.

Als Nachfolger ist Şenol Güneş im Gespräch. Ältere Semester werden sich erinnern: Güneş hat die Türkei ihren größten internationalen Erfolg zu verdanken. Er holte bei der WM 2002 mit der legendären Mannschaft um Rüştü Reçber, Bülent Korkmaz, Emre Belözoğlu, İlhan Mansız und Hakan Şükür den dritten Platz.

Demnach soll Güneş bis zur Sommerpause in Doppelfunktion neben Beşiktaş auch die Nationalelf übernehmen, die im März im Rahmen der EM-Qualifikation auf Albanien und Moldawien trifft. Wie es danach weitergeht, ist derzeit unbekannt.

Lucescus Vertrag wäre im Juni ohnehin ausgelaufen. Viele Fans hatten sich von ihm Impulse für eine Rückkehr zu glorreichen Zeiten gehofft. Doch im Gegensatz zu seiner Zeit als Vereinstrainer in der Türkei blieb der rumänische Fußballlehrer als Nationaltrainer erfolglos. In 17 Spielen seit 2017 gab es nur vier Siege. Sieben Mal ging die türkische Nationalmannschaft unter ihm als Verlierer vom Platz. Der Negativlauf gipfelte im November im Abstieg in der Nations League.

Als Coach von Galatasaray und Beşiktaş hatte der inzwischen 73-Jährige Anfang der 2000er Jahre national und international beachtliche Erfolge gefeiert und machte sich dann einen Namen als langjähriger Trainer von Schachtjor Donezk. Ob er noch mal einen Verein oder eine Nationalmannschaft übernehmen wird, ließ der Rumäne offen.