Die Türkei konnte im April ihre Ausgaben im Griff halten. 1,4 Milliarden TL (ca. 0,5 Milliarden Euro) hat das Land weniger ausgegeben, als es im Haushaltsplan vorgesehen war. Im Vorjahresmonat hatte das Land noch 2,7 Milliarden TL (ca. 0,92 Milliarden Euro) mehr ausgegeben als geplant. Trotz positiver Zahlen hat das Land von Januar bis April aber insgesamt 4,059 TL (1,38 Milliarden Euro) mehr ausgegeben als geplant. Im Vorjahreszeitraum hatte das Land sogar 4,237 Milliarden TL (1,44 Milliarden Euro) zu viel ausgegeben.

Finanzminister Mehmet Şimşek zeigte sich dennoch optimistisch. „Im zweiten Halbjahr wird durch die Zunahme der politischen Voraussicht und der Binnennachfrage die Zunahme der Steuereinnahmen fördern“, sagte Şimşek mit Blick auf die Parlamentswahlen am 7. Juni. Deswegen erwartet der Minister, dass die Haushaltsziele im Gesamtjahr dennoch eingehalten werden.

Zuversichtlich stimmt Şimşek zudem, dass die Staatseinnahmen von Januar bei 156,2 Milliarden TL (ca. 53 Milliarden Euro) lagen – ein Anstieg von 12,9 mehr als im Vorjahreszeitraum. Und das „trotz Turbulenzen an den Märkten und einer Verlangsamung der Binnennachfrage“, so der Finanzminister.