Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) verabschiedet ihren türkischen Amtskollegen Nihat Zeybekcin am 08.05.2017 im Hof ihres Ministeriums in Berlin. Foto: Rainer Jensen/dpa

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sollen sich nach der turbulenten Phase wieder normalisieren. Dies beschlossen heute die Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) und ihr türkischer Kollege Nihat Zeybekci in Berlin. Bei einem Besuch des türkischen Wirtschaftsministers in Berlin ging es um den aktuellen Stand der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen und die Frage verlässlicher Rahmenbedingungen für Handel und Investitionen in der Türkei. Auf der Pressekonferenz am Nachmittag gaben die beiden Minister die Wiederbelebung einer gemeinsamen Wirtschafts- und Handelskommission sowie eines deutsch-türkischen Energieforums bekannt. Anfang kommenden Jahres soll es eine große Wirtschaftskonferenz geben.

Trotz der bis neulich schwierigen Verhältnisse zwischen beiden Ländern, sprach Zypries von einem guten und offenen Gespräch. Mit einem Warenaustausch zwischen beiden Ländern von 37 Milliarden Euro sei Deutschland der wichtigste türkische Handelspartner. „Diese guten Beziehungen zur Türkei wolle man auch zukünftig haben, so Zypries. Hierfür forderte Zypries von ihrem Amtskollegen Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen in der Türkei. Zypries weiter: „Wir haben darüber gesprochen, dass wir klare Zusagen zur Gewährleistung von Rechtssicherheit erwarten.“ Unsicherheiten seien Gift für Investitionen.