Türkei und Griechenland wollen Zusammenarbeit verstärken

Die Türkei und Griechenland wollen ihre Zusammenarbeit trotz zahlreicher Probleme verstärken. Dies kündigten die Regierungschefs Griechenlands und der Türkei, Alexis Tsipras und Binali Yıldırım, nach einem Treffen in Athen am Montag an.

«Griechenland und die Türkei müssen die zwei Säulen der Bekämpfung des Terrorismus im östlichen Mittelmeer sein», sagte Yıldırım. «Jetzt mehr als je zuvor ist die Überwindung der Probleme notwendig», schloss sich Tsipras an. Neben der Probleme um Hoheitsrechte in der Ägäis zwischen Griechenland und der Türkei müsse auch die Teilung Zyperns überwunden werden, betonten beide Regierungschefs.

Tsipras: Entscheidungen der Justiz in Griechenland können nicht ignoriert werden

In Zusammenhang mit der Nicht-Auslieferung von acht mutmaßlichen Putschisten aus Griechenland an die Türkei erklärte Tsipras, die Entscheidungen der Justiz in Griechenland können nicht ignoriert werden. Die Militärangehörigen waren im Juli vergangenen Jahres aus der Türkei nach Griechenland gekommen und Asyl beantragt. Die griechische Justiz hatte nach einem langen juristischen Tauziehen ihre Auslieferung mit der Begründung abgelehnt, sie erwarte in der Türkei kein gerechter Prozess.

EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen: Viel weniger Opfer in der Ägais

In der Flüchtlingspolitik gebe es eine gute Entwicklung. «Das EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen ist erfolgreich umgesetzt worden. Wir haben jetzt viel weniger Opfer in der Ägäis», sagte Tsipras. Yildirim wollte zum Abschluss seines eintägigen Besuches in Griechenland eine muslimische und zum Teil türkstämmige Minderheit im Nordosten des Landes besuchen.

dpa