New York: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan weilte für die UN-Vollversammlung in den USA. Foto: Mark Garten/UN Photo/AP/dpa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat schlechte Beziehungen zur US-Regierung unter Präsident Joe Biden beklagt. Die Kritik zielt auf eine Kontroverse ab.

“Ich kann nicht sagen, dass wir mit Herrn Biden einen guten Start hatten“, sagte Erdoğan am Donnerstag in New York der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge. Die derzeitige Entwicklung der Beziehungen zwischen den zwei Nato-Ländern „verheißt nichts Gutes“.

„In meiner bald 19-jährigen Führungslaufbahn als Premierminister und Präsident ist der Punkt, den wir mit Amerika erreicht haben, leider kein guter.“ Die Außenminister beider Länder trafen sich im Zuge der UN-Vollversammlung, nicht aber die Präsidenten.

„Thema S-400 erledigt“

Erdoğan kritisierte die Vereinigten Staaten für ihr Vorgehen in Afghanistan, US-Waffen seien nun „in den Händen der Taliban“. Die USA müssten dafür noch einen „Preis“ bezahlen. Der türkische Präsident wiederholte zudem, dass sein Land nicht bereit sei, Flüchtlinge aus Afghanistan aufzunehmen: Die Türkei werde ihre Türen nicht öffnen, das Land sei kein „Freiluftkorridor“.

Die Türkei und die USA liegen bei vielen Themen über Kreuz. Wegen des Kaufs des russischen Raketenabwehrsystems S-400 durch die Türkei hatten die USA unter Bidens Vorgänger Donald Trump Sanktionen gegen verhängt. „Für uns ist das S-400-Thema abgeschlossen. Es ist auch nicht möglich, dass wir zurückweichen“, sagte Erdoğan.

dpa/dtj