Duda und Erdoğan trafen sich in Ankara. Foto: İletişim Başkanlığı

Polen bekommt künftig unbemannte Drohnen aus der Türkei. Die Verteidigungsminister unterschrieben den Vertrag vor Erdoğan und Duda.

„Mit dem vorhin unterschriebenen Dokument wird die Türkei zum ersten Mal in ihrer Geschichte unbemannte Drohnen in ein Land exportieren, das Mitglied der Nato und der Europäischen Union ist“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Duda in Ankara. Duda sagte, die militärische Zusammenarbeit zwischen Nato-Partnern sei etwas „ganz natürliches“.

Man arbeite zudem an Möglichkeiten, polnischen Urlaubern den Aufenthalt in der Türkei zu erleichtern, etwa durch eine vereinfachte Prozedur bei Corona-Tests. „Viele Polen träumen vom Urlaub im Ausland, auf den sie im vergangenen Jahr verzichten mussten“, so Duda.

Umfang: 24 Drohnen, 270 Millionen Dollar

Bereits am Wochenende hatte der polnische Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak bekanntgegeben, man wolle 24 Bayraktar-Drohnen von der Türkei kaufen. Nun ist der Deal unter Dach und Fach. Erste Lieferungen sollen 2022 in Polen ankommen, hieß es vom Verteidigungsminister. Das gesamte Paket inklusive Personalschulung habe einen Umfang von rund 270 Millionen Dollar, teilte das Ministerium in Warschau mit.

Polen bestellt militärische Ausstattung in der Regel in den USA. 2020 orderte das Land militärische Ausrüstung im Wert von 4,7 Milliarden Dollar aus den Vereinigten Staaten. Der nunmehrige Deal mit der Türkei ist zudem ein Beweis dafür, dass die türkische Rüstungsindustrie weiter am Boomen ist.

dpa/dtj