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Der Türkei-Vorsitzende von Amnesty International, Taner Kilic, muss nun doch in Untersuchungshaft bleiben. Ein Istanbuler Gericht kippte am Donnerstag seine eigene Entscheidung für eine Haftentlassung, wie der Türkei-Experte von Amnesty, Andrew Gardner, auf Twitter mitteilte. Das Gericht gab damit dem Einspruch der Staatsanwaltschaft statt.

«Taner Kilic wird in Untersuchungshaft bleiben. Was (oder wer) hat sie dazu veranlasst?», schrieb Gardner. «Das ist verheerend für Taners Familie und eine Schande für die Justiz.»

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Das Istanbuler Gericht hatte am Mittwoch die Haftentlassung Kilics angeordnet. Der Staatsanwalt legte dagegen Einspruch ein. Zunächst gab ihm nach Angaben von Amnesty ein anderes Gericht statt und nun auch das, das ursprünglich die Haftentlassung angeordnet hatte.

 

 

Kilic ist seit mehr als sieben Monaten in der westtürkischen Stadt Izmir inhaftiert. Er ist Beschuldigter in einem Verfahren in Istanbul gegen elf Menschenrechtler wegen Terrorvorwürfen. Im selben Prozess sind auch der Deutsche Peter Steudtner und sein schwedischer Kollege Ali Gharavi angeklagt.

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dpa/dtj
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