Eine mit Wasserzeichen versehene osmanische 50-kuruş Banknote, deren Existenz seit über einem Jahrhundert heiß diskutiert wird, ist zwischen anderen Banknoten gefunden worden. Sie geht auf das Jahr 1876 zurück. Münzensammler Mehmet Tezçakın, ein Berater einer internationalen Auktionsorganisation in London, sagte, dass der Sammler in Deutschland ansässig wäre und ihm einige osmanische Banknoten zur Schätzung zugesandt hatte.

Nachdem Tezçakın die Banknote analysiert hatte, stellte er fest: „Ich habe mich so gefreut, als ich sie gesehen habe. Es wurde seit über einem Jahrhundert berichtet, dass im Osmanischen Reich Banknoten mit Wasserzeichen gedruckt wurden, doch wir haben sie nie gefunden. Alle Münzensammler dieser Welt träumen von dieser Banknote. Der Druck von Wasserzeichen zu Zeiten des Osmanischen Reiches war aus Religionsgründen verboten, daher findet man keine weiteren mit Wasserzeichen bedruckten Banknoten aus dieser Zeit. Unter dem Licht erkennt man auf dieser speziellen Banknote ein halbmondförmiges Portrait. Die Nase und die Augenbrauen erinnern an Abuldhamid II.“

Mit der Erlaubnis des Sammlers aus Deutschland durfte Tezçakın die Banknote der Öffentlichkeit preisgeben. „Dieses unbezahlbare Stück wird bald versteigert werden. Amerikanische, arabische und israelische Sammler werden Interesse daran zeigen. Diese wertvollste Banknote der türkischen Finanzgeschichte sollte in die Türkei gebracht und in einem Museum ausgestellt werden.“