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Die Türkei hat die Errichtung von Flüchtlingscamps für 170 000 Vertriebene in Syrien angekündigt. Der türkische Rote Halbmond und die Katastrophenschutzbehörde Afad hätten mit den Vorbereitungen dazu begonnen, sagte der Sprecher des türkischen Außenministeriums Hami Aksoy am Dienstag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Die Lager würden in der von Rebellen kontrollierten Region Idlib und in der nordsyrischen Region bei Dscharablus errichtet, die türkeifreundliche Rebellen kontrollieren.

Innerhalb des Landes hat die Türkei nach Angaben von Aksoy 21 Flüchtlingslager errichtet, die 230 000 Syrer beherbergen. Die Mehrheit der mehr als drei Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei leben jedoch außerhalb der Camps.

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Aksoy kündigte zudem ein Treffen des Außenministers Mevlüt Cavusoglu mit seinen iranischen und russischen Amtskollegen am 16. März in Astana an. Die drei Länder sind «Garantiemächte» für insgesamt vier sogenannte Deeskalationszonen in Syrien. Dazu gehört auch das derzeit umkämpfte Rebellengebiet Ost-Ghuta bei Damaskus.

Erdogan kritisiert UN-Resolution zur Waffenruhe in Syrien

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kritisierte am Dienstag in Ankara, dass die am 26. Februar verabschiedete UN-Resolution zur Waffenruhe in Syrien im Bezug auf Ost-Ghuta nicht umgesetzt werde. «Nieder mit eurer Entscheidung», sagte er mit Blick auf den UN-Sicherheitsrat. «Was hat eine nicht umgesetzte Entscheidung denn für einen Sinn für die Menschlichkeit? Ihr betrügt die Menschlichkeit», sagte Erdogan.

Die Türkei selbst sieht ihre Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordwestsyrien nicht als Verstoß gegen die UN-Resolution zur Waffenruhe. Das türkische Militär setzt den am 20. Januar begonnen Einsatz in der Region Afrin unbeirrt fort.

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dpa/dtj
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