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Türkei will mit Treibstoff-Zuschuss Einbußen im Tourismus gegensteuern

Flugzeug mit Touristen

Tourismus-Förderung

Dem Bericht der Vereinigung der türkischen Reisebüros zur Unterstützung des Tourismusförderungspakets zufolge hat die Türkei im Vorjahr 38,6 Mio. Touristen beherbergt. Derzeit werden zudem Maßnahmen ins Auge gefasst, um das Ausbleiben von Touristen aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), allen voran Russland, und aus dem Iran zu kompensieren. Aus diesen 13 Ländern, die im Vorjahr von einer Wirtschaftskrise erfasst worden waren, kommen jährlich mehr als 10 Millionen Touristen, die für Einnahmen im Umfang von acht bis neun Milliarden US-Dollar sorgen.

Ein Unterstützungspaket des Ministeriums für Kultur und Tourismus für die GUS-Staaten und dem Iran soll eine Zahlung von 6000 US-Dollar für jedes Flugzeug beinhalten, das aus diesen Staaten in der Türkei landet.

Während die Zahl der Touristen in der Türkei im Januar und Februar um 5,4 Prozent gewachsen war, sank die der Touristen aus den GUS-Staaten um 3,5 Prozent. Aus Russland kamen gar 26,5 Prozent weniger, und es wird damit gerechnet. Dieser Trend könnte sich auch in Zukunft fortsetzen

Erstes Weltforum für Tourismus am 30. April in Istanbul

Trotz der zu erwartenden Verluste in den russischen Märkten wird damit gerechnet, dass diese auf 10 bis 15 Prozent beschränkt werden können. Die 6000-Dollar-Prämie, die einen Treibstoffkostenzuschuss für jedes Flugzeug aus den betroffenen Ländern darstellen soll, wird voraussichtlich erstmals für April und Mai bezahlt. Im Vorjahr waren 10,4 Millionen Touristen aus den betreffenden 13 Ländern in die Türkei gekommen, darunter 4,4 Mio. Russen.

Darüber hinaus werden sich die führenden Namen im weltweiten Tourismus am 30. April in Istanbul ein Stelldichein geben, wenn das Ministerium für Kultur und Tourismus das erste Welttourismusforum abhalten wird. Dabei werden Unternehmen von Facebook bis hin zu Expedia zusammen mit 600 örtlichen und ausländischen Experten zusammenkommen. Teilnehmer aus Europa, der GUS, den türkischen Republiken und der Golfregion werden dann über die Zukunft des globalen Tourismus sprechen.

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