Der türkische Verbraucherpreisindex ist im April mit einem Wachstum von 1,3% stärker gestiegen als erwartet. Dies berichtet die „Hürriyet“. Die Zentralbank, die das Inflationsziel für 2014 bereits von 5 auf 7,6% korrigiert hatte, versucht die Gemüter mit der Einschätzung zu beruhigen, der Preisanstieg werde im Juni an Tempo verlieren.

Experten sind hinsichtlich dieser Einschätzung jedoch skeptisch, da die in den letzten vier Monaten um 5% gestiegene Inflation in den restlichen Monaten des Jahres nicht mehr 2,5% überschreiten dürfte, um dem Jahresziel zu entsprechen. Die allgemeine Preisentwicklung spricht dagegen, gegenläufige Trends sind nicht abzusehen.

Die Preise für Kartoffeln sind im Laufe der letzten 12 Monate um 166% gestiegen, auch Gemüse ist um bis zu 75% teurer geworden. Der Preis für Reis erhöhte sich um 42%. Auch im Transportwesen ist die Teuerungsrate zweistellig. Da die Löhne und Gehälter im gleichen Zeitraum nur um 5-6% gestiegen waren, bedeutet das für die türkische Bevölkerung einen realen Kaufkraftverlust.