ARCHIV: Türkische Streitkräfte fahren während eines Militärmanövers am 18.09.2017 in Silopi (Türkei) nahe der kurdischen Autonomiegebiete im Nordirak mit ihren Panzern über ein Feld. Das Manöver findet eine Woche vor dem geplanten Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak statt. Foto: Mehmet Selim Yalcin/AP/dpa
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Angesichts eines angekündigten Militäreinsatzes der Türkei gegen kurdische Milizen in Nordsyrien sind zusätzliche Panzer in die Grenzprovinz Hatay verlegt worden. Sie sollen die dort stationierten Einheiten verstärken, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag. Die Truppen seien in «höchster Bereitschaft» für einen Einsatz in der von den YPG kontrollierten Region Afrin im Norden Syriens.

Nach Angaben von Anadolu hatte der Nationale Sicherheitsrat am Mittwochabend zudem erklärt, dass «die Türkei die Bildung eines Terrorkorridors und die Gründung einer Terrorarmee direkt neben ihrer Grenze nicht dulden wird und dass diesbezüglich alle nötigen Maßnahmen getroffen werden».

Erdogan hatte Militäreinsatz gegen YPG angekündigt 

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Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, türkische Artillerie habe am Donnerstagmorgen erneut Afrin beschossen. Bei dem Angriff auf Ziele in der Nähe der Grenze habe es Sachschaden gegeben.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Sonntag einen Militäreinsatz gegen die YPG in Syrien angekündigt, um die «südliche Grenze vom Terror zu säubern». Die YPG ist der syrische Ableger der Terrororganisation PKK in der Türkei, die die Regierung bekämpft.

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dpa/dtj
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