Archiv-Foto: Kayhan Ozer/Presidency Press Service/AP/dpa

Nach ihrem Einmarsch in die nordsyrische Provinz Idlib hat die türkische Armee dort mit dem Aufbau von Beobachtungsposten begonnen. Das teilten die Streitkräfte am Freitag mit. Die türkische Armee war am vergangenen Sonntag nach offiziellen Angaben zu einem «Erkundungseinsatz» nach Idlib eingerückt.

Ziel ist demnach unter anderem die Einrichtung einer Deeskalationszone, wie sie in den Syrien-Gesprächen im kasachischen Astana vereinbart worden waren. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach am Freitag von einer «historischen Verantwortung» und sagte: «Idlib liegt an unserer Grenze. Insofern müssen wir unsere Maßnahmen ergreifen.»

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und Rebellen meldeten, die türkische Armee sei auf eine Anhöhe vorgerückt, die an Gebiete unter Kontrolle der YPG grenze. Diese ist eng mit der Terrororganisation PKK verbunden und beherrscht große Gebiete im Norden des Bürgerkriegslands. Die Türkei geht seit längerem regelmäßig gegen YPG-Einheiten vor.

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dpa/dtj