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Panorama

Türkische Armee vernichtet Ölschmuggel-Pipeline an syrischer Grenze

Eine Pipeline zwischen Syrien und der Türkei soll für Ölschmuggel missbraucht worden sein. Diese wurde nun von der türkischen Armee zerstört. (Foto: iha)

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Türkische Soldaten an der syrischen Grenze - iha

In einem Statement des Generalstabs vom Dienstag hieß es, die Armee habe eine 500 Meter lange Pipeline entdeckt, die für Ölschmuggel in die südöstliche Provinz Hatay genutzt wurde. Die Pipeline sei umgehend vernichtet worden. Dem Statement zufolge hatte eine Patrouille einen ungewöhnlichen Straßenabschnitt innerhalb einer Militärzone in der Nähe der Grenze bemerkt.

Mehrere weitere Patrouillen stießen in weiterer Folge dazu, untersuchten die Straße und fanden schließlich die Pipeline, die für den Ölschmuggel nach Syrien genutzt wurde. „Die Pipeline wurde auf den Befehl der Staatsanwaltschaft in Altınözü zerstört”, hieß es in dem Statement.

Schmuggel im Südosten der Türkei

Da diese Gegend an der türkischen Grenze zu Syrien aufgrund des Bürgerkrieges im Nachbarland schlecht bewacht werden kann, wurde das Territorium von Schmugglern okkupiert und für deren eigene Zwecke missbraucht.

Öl, Vieh, Tee, Zigaretten, trockene Nüsse und Früchte wurden illegal aus syrischen Grenzstädten, vor allem aus den an die südlichen türkischen Provinzen Şanlıurfa, Hatay und Kilis angrenzenden Regionen, in die Türkei gebracht.

Schmuggel ist in den südöstlichen Grenzregionen der Türkei ein weit verbreitetes Phänomen. Die türkische Polizei entdeckte Ende 2012 an der Grenze zu Iran beispielsweise eine drei Kilometer lange selbstgebaute Pipeline.