ARCHIV epa05633887 A handout picture released by the Press Information Department shows Pakistani Prime Minister Muhammad Nawaz Sharif (R) with Turkish President Recep Tayyip Erdogan upon his arrival at Nur Khan Air Base in Rawalpindi, Pakistan, 16 November 2016. Turkish President Erdogan is on an official visit to Islamabad to discuss issues of mutual interest and regional security. EPA/PRESS INFORMATION DEPARTMENT/HANDOUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES +++(c) dpa - Bildfunk+++

Ein türkischer Lehrer ist in der ostpakistanischen Stadt Lahore möglicherweise von staatlicher Seite entführt worden. Der Mann war laut Polizei früher Direktor von mehreren Schulen eines türkisch-pakistanischen Bildungsnetzwerks. Die türkische Regierung wirft den sogenannten Pak-Turk-Schulen Verbindungen zum Prediger Fethullah Gülen vor, den sie für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich macht. Nach Angaben der pakistanischen Menschenrechtskommission hatte der Türke in Pakistan Asyl beantragt.

Die Türkei ist ein enger Freund Pakistans, das derzeit mit mehreren Nachbarn und anderen Staaten in der Region über Kreuz liegt. Vor einem Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im November 2016 hatte Pakistan die Visa von 108 Lehrern und anderen Mitarbeitern des 1995 gegründeten Pak-Turk-Netzwerks annulliert und die Verwaltung der Schulen selber übernommen.

Ein Sprecher der Polizei, Nayab Haider, bestätigte am Donnerstag, dass eine Vermisstenanzeige vorliege. Ein Kollege und Nachbar des Opfers erzählte der Zeitung «Express Tribune», dass eine große Gruppe von Männern und Frauen – er nannte sie «Polizisten» – am frühen Mittwochmorgen in das Haus eingedrungen sei und den türkischen Mann, seine Frau und die beiden Töchter mitgenommen hätten.

Polizeisprecher Haider sagte, die Polizei habe mit der Aktion nichts zu tun. Es könne aber «eine andere (staatliche) Institution» dahinterstecken.

Change.org Unterschriftenaktion um türkische Familie in Pakistan zu retten

Auf change.org wurde eine Aktion gestartet, um die Familie zu retten. Über diesen Link gelangen Sie zur Unterschriftenaktion.

dpa