Turkmenistan

Die türkische Engin Group Consorcium S.A. baut in der Region Sakar Chage, nahe der Stadt Mary im Süden Turkmenistans, eine Anlage zur Verarbeitung von Baumwollfasern mit einer Kapazität von 40.000 Tonnen pro Jahr. Das berichtete die turkmenische Zeitung Neutral Turkmenistan. Auftraggeber ist das Staatsunternehmen „Turkmenpagta“ (Turkmencotton). Die Inbetriebsetzung der Anlage ist für die nächsten Monate geplant.

Im vergangenen Jahr hat die Engin Group bereits eine ähnliche Anlage in Daşoguz in der Region Kunya-Urgench im Nordwesten des Landes errichtet. Sie produziert ebenfalls 40.000 Tonnen Baumwolle p.a. sowie 15.000 Tonnen Baumwollsamen.

Baumwolle nimmt in der Exportwirtschaft Turkmenistans einen entscheidenden Platz ein. Zusammen mit dem Erdgas- und Ölexport ist die textilverarbeitenden Industrie einer der wichtigsten Wirtschaftzweige des Landes. Baumwolle ist das Ausgangsprodukt für Dutzende von Unternehmen in der sich dynamisch entwickelnden Textilindustrie des Landes. Der Anteil der im Inland verarbeiteten Baumwolle liegt mittlerweile bei 45 Prozent. Zu Sowjetzeiten musste Turkmenistan die wertvolle Faser fast zu einhundert Prozent an die Zentrale in Moskau abliefern.

Wachstum und weitere Investitionen

Die turkmenische Hauptstadt ist jährlich Gastgeber von mehreren internationalen Handelsmessen rund um die Baumwolle. Im Oktober 2014 wurde berichtet, dass Turkmenistan mehr als eine Million Tonnen des „weißen Goldes“ geerntet habe. Die Gesamtfläche, auf der Baumwolle angebaut wird, beläuft sich auf mehr als 530.000 Hektar. Bis 2016 will das Land weitere 250 Millionen Dollar in den Industriezweig investieren.