Nach dem Wahlsieg der AKP in der Türkei hat die Armee ihre Luftangriffe gegen die Terrororganisation PKK fortgesetzt.

Am Montag wurden erneut PKK-Stellungen in der südosttürkischen Provinz Hakkari und im Nordirak bombardiert, wie die türkischen Streitkräfte am Dienstag mitteilten. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, im Bezirk Silvan in der Provinz Diyarbakır sei die Polizei gegen eine Unterorganisation der PKK vorgegangen. Dabei sei ein 22-Jähriger getötet worden. Über drei Viertel des Bezirks sei eine Ausgangssperre verhängt worden.

Die AKP hatte bei der Neuwahl am Sonntag mit knapp 50 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit zurückerobert. Sie hatte versprochen, dem PKK-Terror ein Ende zu setzen und damit auch Stimmen aus dem MHP-Lager erobert.

Nach den vorläufigen Ergebnissen sicherte sich die frühere Partei von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan mindestens 315 der 550 Sitze in der Nationalversammlung. Das endgültige Ergebnis wird für die dritte Novemberwoche erwartet. (dtj/dpa)