In der südtürkischen Stadt Kilis sind in den letzten Wochen bei Raketenangriffen aus syrischem Gebiet 21 Menschen ums Leben gekommen. Führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kunst haben deswegen nun zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen.

Sie schalteten in mehreren Zeitungen Anzeigen, um auf die schwierige und bedrohliche Lage in ihrer Stadt aufmerksam zu machen. „Wir sterben in unseren Häusern. Wir haben die Nase voll davon, als Tickermeldungen in den Nachrichten wiedergegeben zu werden. Beeilt euch. Wir sterben. Kilis steht unter Beschuss. Unsere Heimat steht unter Beschuss“, lautete der mit dem Hashtag #KiliseSESver (Hör zu, was Kilis zu sagen hat) versehene und auch im Internet verbreitete Appell, der sich vor allem an die Politik richtete.

„Wir sind Bürger der Türkei. Wir fürchten um unser Leben. Wir mögen unseren Staat. Wir sehnen uns nach seinem Schutz und seiner Fürsorge, bitte vergesst uns nicht“, hieß es weiter in der Anzeige, die in lokalen und überregionalen Zeitungen abgedruckt wurde.

Kilise ses ver