19.04.2021, Großbritannien, Leeds: Fans von Leeds United verbrennen aus Protest gegen die Gründung einer europäischen Super League ein Trikot des FC Liverpool. Die britische Regierung will die Pläne für die Liga mit allen Mitteln stoppen. Das sagte der zuständige Sportminister Dowden im britischen Unterhaus. Foto: Zac Goodwin/PA Wire/dpa

Das haben sich die Superreichen der Fußballwelt sicher anders vorgestellt. Wenige Stunden nach Bekanntwerden ihres Plans zur Gründung der sogenannten „Super League“ müssen sie ihr Vorhaben wieder aufgeben. Der Grund: Eine erfolgreiche Eil-Klage aus der Türkei.

Dort ist man nicht nur sauer, dass kein einziger türkischer Klub in den elitären Kreis der zwölf Vereine aufgenommen wurde, sondern auch wegen der großen Ähnlichkeit der Ligabezeichnung. „Süper Lig und Super League – welcher normale Fußballfan soll denn da noch durchblicken und die Ligen voneinander unterscheiden?“, fragte ein aufgebrachter Nihat Özdemir, seines Zeichens Präsident des türkischen Fußballverbands.

Die logische Folge: Der Verband reichte eine Klage beim Internationalen Sportgerichtshof CAS ein, der sich im Eilverfahren des Falles annahm und dem Kläger Recht gab. „Auch wenn wir der Meinung sind, dass man anhand der Qualität des gespielten Fußballs hätte zwischen den beiden Ligen unterscheiden können, haben wir nach Rücksprache mit renommierten Sprachforschern festgestellt, dass „Super League“ zu stark wie „Süper Lig“ klingt.“

„Super League“-Mitglieder zeigen sich kämpferisch

Die betroffenen superreichen bzw. superverschuldeten Vereine äußerten Unverständnis über das Urteil. „Wir hatten vor, den Fußball, der vor dem Ruin steht, zu retten. Das war eine super Idee, die wir da hatten. Entsprechend sollte die Liga heißen. Leider haben wir unsere Rechnung ohne die Türken gemacht“, teilte eine Sprecherin von Manchester City mit. Unter den Gründungsmitgliedern gibt es dem Vernehmen nach nun großen Streit, warum man offensichtlich übereingekommen ist, die Pläne vorerst auf Eis zu legen. Bis ein neuer Name gefunden wird, gegen den keine Liga mehr klagen kann?

Den großen Protest der Fans und der anderen Vereine wollen die vermeintlichen Revolutionierer nicht kommentieren. Man sei nach wie vor von dem Vorhaben überzeugt, lässt Real Madrid-Boss Florentino Perez wissen.

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Wichtige Anmerkung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen satirischen Text. Der geschilderte Inhalt entbehrt weitestgehend jeglicher Grundlage.