Eine Tasse türkische Kaffee

Die achte Sitzung des UNESCO-Komitees über die Erhaltung des immateriellen Kulturerbes, dessen Vorsitzender der aserbaidschanische Kultur- und Tourismusminister Abulfas Garayev ist, endete am Samstag. Während dieser Sitzung befasste sich das Komitee mit Berichten der Mitgliedsländer über das Abkommen zum Schutz des immateriellen Kulturerbes und nahm Anträge zur Aufnahme von immateriellen Werten in die Liste des schützenswerten Kulturerbes entgegen. In diesem Zusammenhang ist nun auch der türkische Kaffee einer dieser immateriellen Werte, die zur Diskussion stehen.

Im Gespräch mit Nachrichtenagenturen sagte der Vorsitzende des türkischen UNESCO-Nationalkomitees, Öcal Oğuz, dass die Aufnahme des türkischen Kaffees durch das Kultur- und Tourismusministerium vorgeschlagen wurde: „Diese Versammlung zum Schutz des immateriellen Kulturerbes ist sehr wichtig für die Türkei. Die Aufnahme des türkischen Kaffees wird während dieser (achten) Versammlung diskutiert. Wir hoffen, dass dieser am Ende zur Liste des immateriellen Kulturerbes hinzugefügt wird.”

Als Erscheinungsformen türkischer Kultur befinden sich bis dato Mesir macunu (eine würzig-süße Paste), Keşkek (geschmorter Weizen und zartes Fleisch), Semah (ein ritualer Tanz der Aleviten), Karagöz und Hacıvat (die beiden Hauptcharaktere im traditionellen türkischen Puppenspiel), das Kırkpınar Ölringen und die dazugehörigen kulturellen Festivalaktivitäten, Nevruz-Zeremonien und Meddah-Shows (traditionelles Geschichtenerzählen) auf der Liste des immateriellen Kulturerbes.

Deutschland hat sich übrigens unter anderem um die Aufnahme des Herbsteiner Springerzugs und des Segelflugs auf der Wasserkuppe bemüht. Auch die „Mittelmeer-Diät“ kam diesmal zu ihrem Recht.

Das Übereinkommen fördert und erhält in allen Weltregionen überliefertes Wissen, Können und Alltagskulturen. Zum immateriellen Kulturerbe zählen unter anderem Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturheilkunde und Handwerkstechniken. Seit 2003 stellt die UNESCO diese kulturellen Ausdrucksformen mit einem Übereinkommen in den Mittelpunkt internationaler Kooperation.