Der suspendierte Staatsanwalt Zekeriya Öz soll sich nach Georgien abgesetzt haben. Gegen ihn liegt ein Haftbefehl vor.

Die regierungsnahe türkische Zeitung „Akşam“ will den flüchtigen Staatsanwalt Zekeriya Öz gefunden haben. Demnach soll sich Öz in Freiburg aufhalten. Der Fall Zekeriya Öz ist einer der Gründe für die Krise zwischen Deutschland und der Türkei. Die Türkei sieht in Öz einen Terroristen und bezichtigt Deutschland, den Staatsanwalt zu schützen. Die Türkei fordert von Deutschland seine  Auslieferung. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte, dass er dafür sorgen werde, dass nie wieder jemanden nach Deutschland ausgeliefert wird, falls Öz nicht ausgeliefert wird. Es wird vermutet, dass Öz geheime Informationen über die Türkei hat. Türkische Medien hingegen sprechen von gefälschten Dokumenten. Fal

Zwar hat die türkische Zeitung eine genaue Angabe zum Aufenthaltsort von Öz gemacht, doch es ist weiterhin unklar, ob dieser auch tatsächlich stimmt. Schließlich gab es bereits in Vergangenheit mehrere Vorstöße von türkischen Medien, in denen vermutliche Aufenthaltsorte festgemacht wurden. Bislang hat sich keiner dieser Orte bestätigt. 

Laut „Akşam“ wird Öz vom Bundesnachrichtendienst BND bewacht. Wenn Öz an die frische Luft wolle, würde er mit einem VW-Bus des BND weggefahren, so die Zeitung. 

 

Zekeriya Öz führende Figur beim Ergenekon-Verfahren

Zekeriya Öz ist eine der führenden Figuren beim Ergenekon-Verfahren und später bei den Korruptionsermittlungen, die sich gegen das Regierungsumfeld richteten. Öz wurde 2015 suspendiert und setzte sich kurz darauf ins Ausland ab. Noch heute wird er in Deutschland vermutet.

Die Regierung behauptet, dass er Zekeriya Öz ein Anhänger der Gülen-Bewegung sei. Diese Bewegung bekämpft er seit mehreren Jahren und besonders seit dem Putschversuch vom 15. Juli, wofür er sie verantwortlich macht.

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