Archivfoto: Hulusi Akar wird am Dienstag zu einem Arbeitsgespräch in Berlin erwartet. Foto: MSB

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen der Türkei und Griechenland vor einem Besuch ihres Amtskollegen Hulusi Akar aus Ankara begrüßt.

Der türkische Politiker werde am Dienstag zu einem Arbeitsgespräch in Berlin erwartet. „Ich hoffe, dass alle Seiten die Chance zum Dialog zur Lösung der strittigen Fragen im östlichen Mittelmeer nutzen“, erklärte Kramp-Karrenbauer vor dem Treffen.

Die Türkei sei ein wichtiger und geschätzter Nato-Partner, sagte die CDU-Politikerin. „Bei dem Gespräch wollen wir unsere Positionen zu gemeinsamen Themen austauschen“, so Kramp-Karrenbauer. Die Verteidigungsministerin hatte bereits vor einigen Tagen Gespräche mit ihren zyprischen und griechischen Amtskollegen geführt. Im östlichen Mittelmeer kommt es zu Spannungen, nachdem die Türkei aus ihrer Sicht berechtigte Ansprüche auf mögliche Bodenschätze erhebt.

Deutsch-türkische Beziehungen immer wieder angespannt

Im Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Streit gegeben. So kam es zuletzt im November vergangenen Jahres zu Verstimmungen.

Kramp-Karrenbauer hatte die Kontrolle eines türkischen Frachtschiffes im Rahmen der EU-Mission gegen Waffenschmuggel nach Libyen verteidigt. „Sie haben das getan, was im Rahmen des europäischen Mandates „Irini“ von ihnen verlangt wird“, sagte sie. Akar betonte dagegen, dass sein Land die Aktion für rechtswidrig halte. Der Streit hatte sich an einem Einsatz der Mission „Irini“ entzündet, die Waffenlieferungen in das Bürgerkriegsland Libyen unterbinden soll.

dpa/dtj