Am Sonntag fiel der Startschuss für den lange erwarteten Hochgeschwindigkeitszug zwischen Istanbul und Ankara, der für 8,6 Mrd. TL (4,1 Mrd. US-$) errichtet worden war. Die Jungfernfahrt startete vom Pendik-Bahnhof in Istanbul aus.

Der Hochgeschwindigkeitszug (Yüksek Hızlı Tren = YHT), der die Reisezeit zwischen Istanbul und Ankara auf dreieinhalb Stunden verkürzt, wird in der ersten Woche seines Betriebs kostenfrei zur Benutzung offen stehen. Der 409 Personen fassende Zug war am Sonntag voll besetzt, berichtete Zugsführer Özdemir Sırmagül gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Neben der großen Neugier spielte dabei auch das Ramadanfest zum Ende der Fastenzeit mit, wenn es darum geht, die übergroße Transportnachfrage zu erklären. Insgesamt zwölf Züge werden während der ersten Woche fahren.

Die Karte für die einfache Fahrtstrecke kostet 70 TL, Kinder bis 12 Jahre bezahlen 35, Studenten 55 und Rentner 35 TL. Kinder unter sieben Jahren reisen in Begleitung Erwachsener umsonst.

Der erste Hochgeschwindigkeitszug in der Türkei wurde 2009 zwischen Ankara und Eskişehir eingeweiht. Nun ist ein weiterer dazugekommen, der das politische Zentrum mit dem Finanzzentrum verbindet. Für die neue Strecke werden 7,5 Millionen Passagiere pro Jahr erwartet, der erste Zug dieser Art transportierte seit seiner Eröffnung 15 Millionen Menschen.

Das Schienennetz für den Hochgeschwindigkeitsverkehr wurde auf 1420 Kilometer ausgebaut. Bis 2023, dem 100-Jahr-Jubiläum der Türkischen Republik, sollen es 3500 werden.