Die Familie der getöteten Studentin Tuğçe Albayrak ruft eine Stiftung ins Leben, die jährlich einen Preis für Zivilcourage ausloben soll. Der Anwalt der Familie sagte am Mittwoch, dass Tuğçes Mut und ihre Lebenseinstellung in der Stiftung fortgeführt werden sollen. Er bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). Seine Kanzlei werde die Stiftung im Namen der Familie ins Leben rufen.

Tuğçe war Mitte November vor einer McDonald’s-Filiale in Offenbach niedergeschlagen und so schwer verletzt worden, dass Ärzte sie etwa zehn Tage später für hirntot erklärten. Sie soll zuvor versucht haben, auf der Toilette des Restaurants einen Streit zu schlichten.

Der Fall löste in Deutschland große Bestürzung und Anteilnahme aus. Bundespräsident Joachim Gauck dachte öffentlich darüber nach, der Studentin posthum das Bundesverdienstkreuz zu verleihen. (dpa/dtj)